Jetzt ist er da

Auferstanden aus Ruinen mag man singen, wenn man den neuen Defender sieht. Frisch hat ihn Land Rover an der IAA in Frankfurt präsentiert. Und ich finde ihn sogar ganz hübsch.

Der neue Defender in der Wüste. Nicht nur da wirbelt er viel Staub auf. Copyright:  Land Rover.

Viel Staub

Schon im Vorfeld kochten die Emotionen hoch. Viele „Gralshüter“ sehen sich nun in ihren Befürchtungen bestätigt: Das ist kein Defender mehr. Richtig. Mit dem alten Defender hat er technisch nicht mehr viel gemeinsam. Im 4x4Schweiz Magazin gibt es einen tollen Beitrag dazu.

Doch versetzen wir uns im Folgenden mal in zwei Situationen: Wie oft ist der „Defender“ (lassen wir mal die Details zur Diskussion um die Serie I bis III und den letzten Defender) aussen vor) ‚gestorben‘ und wieder neu entwickelt worden. Und zweitens, wie würde ich als Marke Land Rover agieren und was würde ich von der Marke erwarten?

Der Phönix aus der Asche

Todgesagte leben länger, sagt der Volksmund. Und so ist es auch. Auf die Land Rover Serie Fahrzeuge folgten dann mal der One Ten und zahlreiche Variationen. Dann kam der Bruch, wo Land Rover keine eigenen Motoren mehr in den Defender baute und die Pumas auf die Strasse kamen.

Alles wundervolle Fahrzeuge und immer recht ähnlich. Doch als Fahrer einer „Buckelhaube“ werde ich auch mitleidig angelächelt, das ist ja kein richtiger Defender mehr. Richtig. Ein Ford Motor schnurrt wie ein Kätzchen. Und die Defender haben auch nur noch wenig Ähnlichkeit mit den Serie I oder II oder III etc. Was soll’s? Dahinter steckt eine Idee und eine Sorte Mensch.

Unternehmerisch

Ein Unternehmer, der sich und seine Produkte nicht dem Zeitgeist oder den Regularien anpasst, der hat verloren. Das wissen wir, zum Teil aus eigener Erfahrung sehr gut. Also erwarte ich von Land Rover, dass sie sich und ihre Marke weiter entwickeln. Und dazu gehört es, moderne Fahrzeuge zu entwickeln, die den Entwicklern und Autobauern Nahrung versprechen. Daran ist nichts falsch.

Mit dem neuen Defender hat Land Rover aus meiner Sicht den Spagat zwischen kommerziellem Erfolg (moderne Technologie, Effizienz in der Produktion und damit mehr Marge) und dem Beibehalten der emotionalen Brücke zu den Vorgängermodellen geschafft.

Herausforderung: Emotionen und Menschen

Und da sehe ich in der Tat die grösste Herausforderung. Wird der neue Defender ein ähnlich emotionales Auto, wie es mein Defender ist? Wird man sein Herz und Geld an das Auto verlieren? Wird der gleiche Menschenschlag den Landy kaufen, wie wir es sind (so homogen sind wir übrigens auch nicht)? Und weiter, wird der Nimbus des Autos für jede Lebenslage aufrechterhalten? Die Erweiterungen sprechen dafür. Anpassungsfähig scheint er zu sein, die Offroadfähigkeiten wird der After Market steigern.

Also, so what. Es ist ein Defender und er hat sein Gesicht gewahrt. Er ist modern und technisch sicher anspruchsvoller im Feld zu reparieren sein, als ein TD5. Aber das ist mein TD4 auch schon.

Also heissen wir doch das neue Familienmitglied willkommen. Geben wir ihm die ihm zustehende Chance. Und grüsst die Fahrer. Landy grüsst Landy!

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